Donnerstag, 3. September 2015

Die "Flüchtlingsfrage"

Liebe Freunde des Denkens,
mir sind heute einige sehr interessante Formulierungen über den Weg gelaufen. Wir hatte heute, wie es der Lehrplan so vorsieht, im Geschichtsunterricht zum Thema der Nationalbildung des deutschen Reichs am Ende des 19. Jahrhunderts einige Quellen über den Antisemitismus. Diese behandelten die sogenannte "Judenfrage". Als ich mir diesen Begriff auf der Zunge zergehen lies, kam er mir irgendwie ziemlich irreführend vor. Eine 'Frage' bedeutet, dass ein bestehendes Problem oder eine Unwissenheit zu lösen versucht wird. Die "Judenfrage" bezeichnet die im 19./20. Jh. als Problem angenomme Situation der Menschen jüdischen Glaubens. Sie wurden von vielen Deutschen, aber auch in anderen Ländern gedemütigt, beleidigt oder gar attackiert. Viele verlangten für sie eine Eindeutschung und eine Übernahme der deutschen Kultur und ihrer Tugenden. Man pauschalisierte die Menschen jüdischen Glaubens zu angeblich Verachtungswürdigen, einem niederen Rang angehörigen Juden. Man propagierte mit Hassbotschaften, Hetzreden, beleidigenden Postkarten und Plakaten. Der böse Jude war jedem geläufig. Dies geschah zu Beginn des 20. Jh.. Diese "Judenfrage" ist aber keine Frage der Eindeutschung oder Problemhaftigkeit. Sie ist lediglich der Titel zur Ausübung von geordnetem und ungeordnetem Antisemitismus. Es ist kein Problem, Menschen mit verschiedenen Glaubensrichtungen in einem Staat leben zu lassen. Gerade hier in Deutschland leben Tausende Christen neben Menschen ohne spezifischen Glauben neben Muslimen neben Juden. Dieser Begriff der "Judenfrage" hat mich aber sofort an die aktuelle Flüchtlingsdebatte erinnert. Vereinzelt spricht man schon von einer Flüchtlingsfrage. Viele befürchten eine Überschwemmung des Abendlandes, radikalisieren sich, argumentieren mit Vaterlandsliebe und zünden Wohnheime an. Dieser offene Hass, welcher in den Social Networks noch extremistischer offen ausgeschrieben, ausgesprochen und ausgelebt wird ist doch der Anfang des Auflebens einer Neorassistischen Gesellschaft.Wie lange wird es dauern, bis die ersten nach einer "Endlösung" schreien? Menschen, die aus Afghanistan, Iran, Irak, Israel, Syrien und all den anderen Krisenländern fliehen sind in Not. Jeder Flüchtling verspricht sich hier ein besseres Leben. Sie kamen aus unmittelbaren Konfliktregionen, oder aus Orten, die genauso bedroht sind und schon im Untergrund kontrolliert werden. Jeder dieser Menschen hofft auf staatliche Hilfen, ist aber in jedem Fall darauf angewiesen. Und Geld allein reicht nicht. Die meisten verstehen kein Wort Deutsch. "Dann sollen die bleiben wo sie hergekommen sind" kommt gleich aus der hinteren, rechten Ecke. Nein, sie sollen kommen, sie brauchen unseren Schutz, unsere Sicherheit und unseren Zusammenhalt und wir brauchen sie. Ihre Erfahrungen, ihre Kraft und Intelligenz und ihren Mut die kommende Zeit gemeinsam zu überstehen. Die Medien propagieren ein Bild, von dem niemand weiß, ob es stimmt oder ob es Übertreibung oder Untertreibung ist. Wir in Europa müssen uns jetzt zur Krisenzeit endlich mal ausmehren und uns als eine Einheit dieser Krise widmen. Gemeinsam Bedürftige fördern, Kulturen erhalten. "Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht" heißt es so schön. Wir haben eine starke Kultur. Wenn wir unsere Traditionen bewahren, unsere Feste feiern und unsere Rituale ausführen bleibt unsere Kultur doch erhalten, oder? Wie können noch so viele Flüchtlinge unsere Kultur gefährden, wenn wir sie im Herzen behalten, würdigen und ausleben. Aber zu unsere Kultur gehört kein Fremdenhass! Zu unserer Kultur gehören keine Hetzreden gegen Menschen, die sowie schon alles verloren haben und nun auf Hilfe hoffen! Zu unserer Kultur gehört kein Rassismus!
Ich wünsche euch einen freudvollen Abend und neuen Tag morgen,
Euer D

Donnerstag, 27. August 2015

Willkommen!

Herzlich Willkommen auf diesem neuen Blog! In Zukunft werde ich hier unter meinem Künstlernamen Déco Artikel und Bilder veröffentlichen, die euch zum Nachdenken und vorallem auch Neu-Denken anregen sollen. Ich hoffe ihr folgt mir auf meinem Weg in die Welt der Blogs.
Bis dahin,
Euer Déco